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Muskelkrämpfe

 

 

(Für die Texte und die Abbildungen wurden Fachbücher, Publikationen, Leitlinien z.B. in awmf.org und Beiträge von Kollegen konsultiert.)

Muskelkrämpfe sind anfallartige, kurz andauernde schmerzhafte, unwillkürliche, selbstlimitierende Muskelkontaktionen.

Ein Muskelkrampf betrifft:
A Teil eines Muskels
B Gesamten Muskel
C Umschriebene Muskelgruppe

 

Ätiologie:

1 Paraphysiologische
A Gelegenheitskrämpfe
B Krämpfe beim Sport bzw. während der
C Schwangerschaft

2 Idiopathische
A autosomal dominant
B Nächtliche Krämpfe
C Kontinuierliche Muskelfaser-aktivität
D Insulinresistenz
E Paraneoplasie

3 Symptomatische
A Muskelkrankheiten
B Kardiovaskuläre Krankheiten
C Endokin-metabolische Erkrankungen
D Hydro-Elektrolyt-Störungen (Na, K, Ca, Mg,)
E Toxi-u pharmakologische Einflüsse (Cholesterinsenker, Chemotherapeutika (Vincristin), Antihypertensiva, Hormone, beta-Antagonisten, andere (Insulin, Salbutamol, Penicillamin etc))
F Psychische Erkankungen

 

Diagnostik
Anamnese, klinische Untersuchung, Labor (Elektrolyte inklusive Mg, Nieren- / Leberwerte, Blutzucker, Schilddrüse, CK), Venenuntersuchung.

 

Therapie
Je nach Ursache z.B.
Im akuten Stadium: Pause mit der Aktivität, Kälte-Eis, Druck-Kompression, Hochlagern.
Zur akuten Lösung des Krampfes sollte man den Muskel verkürzen, und anschliessend den Antagonisten (Gegenbewegung) anspannen, da dieser über eine Nervenbahnd im Rückenmark den krampfenden Muskel hemmt. Eine Massage des betroffenen Muskels hilft oft gegen den Schmerz sowie eine Wechseldusche mit kaltem und warmem Wasser.

Sonst können Präparate wie Magnesium, Theophyllin, Chininsulfat, Phenytoin, Ca, Vit E, Kompressionsstrümpfe angewandt werden.

 

Prävention
Prävention von Muskelkrämpfen durch ausreichende Flüssigkeits-Magnesiumzufuhr (in Nahrungsmittel: Nüsse, Spinat, Vollkornprodukte).
Vor dem Sport aufwärmen.
Durchblutungsfördernde Massnahmen wie Gymnastik, Wechselbäder.
Ausreichendes Dehnen beim Sport.
Mässigen Genuss von Alkohol und Kaffee.