Besenreiser

 

 

(Für die Texte und die Abbildungen wurden Fachbücher, Publikationen, Leitlinien z.B. in awmf.org und Beiträge von Kollegen konsultiert.)

Unter Besenreiser-Besenreiservarikosis versteht man feine, sichtbare, bläuliche oder rötliche, erweiterte Gefässe im Bereiche von Unter- und Oberschenkeln.

Besenreiser können, aber müssen nicht auf eine Erkrankung des tieferen Venensystems hinweisen. So sollte vor einer Behandlung der Besenreiser eine Duplex-Untersuchung des Venensystems erfolgen. Meist treten Besenreisern familiär gehäuft auf. Bei den Besenreiser an den Beinen spielen viele Faktoren, wie Stehen, hormonelle Faktoren, Schwangerschaft, Venenschwäche, Übergewicht, Trauma und Vererbung eine Rolle. Haarentfernung mit Methoden wie Wachs oder Enthaarungscremes verschärfen das Problem der Besenreiser.

Zur Behandlung von Besenreisern werden verschiedene Behandlungsmethoden angeboten. Die einfachste, sicherste und vor allem die mit den ästhetisch besten Resultaten ist die Verödungs- oder Sklerosierungstherapie. Bei dieser Therapie wird in die intakten, feinen Gefässe ein Mittel eingespritzt, Polidocanol, das zu einem Verkleben («Veröden») und somit zu einem Verschwinden der störenden Gefässe führt. Das Medikament erzeugt Läsionen an der Innenverkleidung des Lumens der Vene und schliesst es somit. Es kann zu einer Verfärbung kommen, Hyperpigmentierung, die nach und nach vom Körper aufgelöst wird.

Wie viele Behandlungen notwendig sind, um das von Ihnen gewünschte Resultat zu erhalten, hängt vor allem auch von der Anzahl Ihrer Besenreiser ab. Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden. Einschränkungen im Alltag gibt es keine, ausser dass Sie sich während sechs Wochen keiner Sonnenbestrahlung aussetzen dürfen. Die Behandlung kann wierholt werden um einen guten Zustand zu erhalten.

 

Wir ermutigen alle unsere Patienten elastische Kompressionsstrümpfe für fünf bis zehn Tage nach jeder Sitzung zu tragen.

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