Ekzeme

(Für die Texte und die Abbildungen wurden Fachbücher, Publikationen, Leitlinien z.B. in awmf.org und Beiträge von Kollegen konsultiert.)

“Ekzem” ist heute ein Sammelbegriff für verschiedenste, gutartige, nicht ansteckende, meist mit Juckreiz einhergehende Hautveränderungen. Ekzeme sind die häufigsten Hautkrankheiten in unseren Breitengraden. Ekzeme äussern sich durch: Rötung, Schuppung, Bläschen- und Rissbildung, sowie Juckreiz.

Atopische Dermatitis/Ekzem (griechisch ατοπία, atopía – „Ortlosigkeit“, „nicht zuzuordnen“; griechisch έκζεμα, ekzema – „Aufgegangenes“)

Auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt, ist die weitaus häufigste Ekzemart. Als “atopisch” bezeichnen die Mediziner eine vererbte Veranlagung (Disposition) des Menschen im Laufe seines Lebens Allergien, Allergisches Asthma, Heuschnupfen, Nesselfieber, Neurodermitis (Atopisches Ekzem) zu entwickeln. Bei der Neurodermitis liegt eine vererbte Veranlagung für trockene Haut und Juckreiz vor.

Für die Entstehung der Neurodermitis gibt es keine einheitliche Ursache. Heute ist jedoch gewiss, dass es sich um eine genetisch bedingte Immunregulationsstörung der Haut handelt.

Hautsymptome sind rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut und ein starker Juckreiz. Die Erkrankung verläuft schubweise und hat ein individuelles, vom Lebensalter abhängiges Erscheinungsbild.

Das atopische Ekzem gilt als nicht heilbar, ist aber behandelbar. Die Therapie besteht hauptsächlich aus der Behandlung der charakteristischen Hauttrockenheit und der äußerlichen Anwendung von entzündungshemmenden Wirkstoffen. Es gibt weitere Behandlungsmöglichkeiten, deren Wirksamkeit sich im Einzelfall erweisen muss.

Abbildung: nach Leitlinien der DDG:

 

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Seborrhoisches Ekzem

tinea-caTypischerweise kommt es hier zu ekzematösen, kaum juckenden, Hautveränderungen in Bereichen der Haut mit den meisten Talgdrüsen; d.h. am behaarten Kopf, der Brauen, Nasolabialfalten, Ohren, manchmal auch der Brustregion.

Ursächlich liegt dem seborrhoischen Ekzem eine genetische Disposition zugrunde, die mit einer vermehrten Talgdrüsenproduktion einhergeht. Es gibt viele Hinweise dafür, dass für die Erkrankung zusätzlich mikrobielle Einflüsse bedeutsam sind, insbesondere der Hefepilz Pityrosporum ovale oder Malassezia furfur spielt hierbei eine bedeutsame Rolle.

Für das seborrhoische Ekzem gibt es verschiedene typische Provokationsfaktoren, die das vorher latent vorhandene Ekzem zum Ausbruch bringen können:

Vermehrtes Schwitzen (Sommer, Sport, Synthetikkleidung, fettige Cremes)

  • Alkohol (dadurch z.B. vermehrt nächtliches Schwitzen)
  • Psychischer Streß (sehr häufig!)
  • Darminfektionen mit Candida albicans
  • Immunstörungen, insbesondere HIV-Infektion

Therapie

 Da der übermäßigen Besiedelung mit dem Hefepilz Pityrosporum ovale eine zentrale Bedeutung zukommt, ist die Basis der Behandlung eine antimykotische (Antipilz-) Behandlung. Hier kommen ketoconazol-, ciclopirox-, selendisulfit- und zinkpyrithion-haltige Präparate (überwiegend Shampoos) zur Anwendung. Darüberhinaus müssen im akuten Stadium entzündungshemmende und schuppenlösende Substanzen (im Form von Gelen, Cremes, Lösungen oder Salben) angewendet werden. Bei schweren Verläufen kann auch einmal eine innerliche Therapie mit Antipilzmitteln, Kortisonpräparaten, oder topischen Immunmodulatoren (Calcineurin Inhibitoren) erforderlich sein.

Kontaktekzeme

Bei Kontakt mit bestimmten Stoffen kann es zu einer Überempfindlichkeits- oder allergische Reaktion in Form eines Ekzems entwickeln. Wird der Kontakt vermieden, tritt auch das Ekzem nicht mehr auf. Bei dieser Ekzemform tritt die Entzündung immer zuerst dort auf, wo die Haut mit dem Stoff (Allergen) in Kontakt kommt. Es gibt Menschen welche beim Kontakt mit bestimmten Substanzen überempfindlich (Irritatives Kontaktekzem z.B. das Hausfrauenekzem entsteht durch zu vieles Waschen der Hände) oder allergisch (z.B. das Nickelekzem) reagieren.

Dieses Ekzem ist somit mit einfachen Behandlungen sowie Vermeidung der verursachenden Substanz in der Regel heilbar.

Exsikkationsekzem: Austrocknungsekzem

Im Alter nimmt die Elastizität, Weichheit und das Wasserbindungsvermögen der Haut ab. Durch den Verlust von elastischen Fasern und den Schwund an Unterhaut-Fettgewebe wird die Haut dünn, schlaff und leicht verletzlich. Umwelteinflüsse wie Sonnenbäder, Kälte, Trockenheit, falsche Kosmetika oder zu häufiges Waschen mit ungeeigneten Präparaten, können die Hautalterung beschleunigen. Auch Hormone spielen eine Rolle; mit Einsetzen der Wechseljahre klagen viele Frauen über trockene Haut.

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