Crossektomie- Phlebektomie

(Für die Texte und die Abbildungen wurden Fachbücher, Publikationen, Leitlinien z.B. in awmf.org und Beiträge von Kollegen konsultiert.)

 

Operation: Crossektomie und Phlebektomie

Eins der ältesten und bewährten Therapieverfahren bei der Veneninsuffizienz ist das operative Verfahren.

Die Crossektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem an der sog. Crosse die V.saphena magna von der tiefen Vene (V. femoralis) ektomiert, d.h. herausgeschnitten wird.

An der Crosse, im Bereich der Leiste, befindet sich das Einmündungsstück der größten oberflächlichen Vene des Beins (Vena saphena magna) in die Beinhauptvene (Vena femoralis). Ebenfalls dort münden in unregelmäßiger Zahl und Weise die unten genannten Venen und bilden den sogenannten Venenstern. Dieser ist ganz unterschiedlich ausgebildet: die Venen können in ihrem Kaliber völlig unterschiedlich ausfallen und durch Verbindungsvenen untereinander in Verbindung stehen, was für das Auftreten von Rezidiven von großer Bedeutung sein kann. Wird die Crosse im Fall einer Klappeninsuffizienz nicht radikal saniert, besteht ein hohes Rezidivrisiko. (Die Abbildung wurde freundlicherweise von einer Gesellschaft zur Verfügung gestellt.)

Die Crossektomie beinhaltet folgende Arbeitsschritte:

  • Hautschnitt oberhalb des tastbaren Leistenpulses der Arteria femoralis
  • Darstellung der Vena saphena magna und ihrer Einmündung in die Vena femoralis
  • Unterbindung aller von diesem Teilstück abgehenden Venen.

                 Dies sind namentlich

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    • Vena circumflexa ilium superficialis (verläuft nach lateral)
    • Vena epigastrica superficialis (verläuft nach kranial)
    • Vena saphena accessoria (verläuft nach distal)
    • Vena pudenda externa (verläuft nach medial)
  • Abtrennung durch Ligatur der Vena saphena magna an ihrer Einmündung in die Vena femoralis
  • Verschluss der Haut

 

Fürden Rest derVenen kann die Phlebektomie durchgeführt werden:

Die Krampfadern werden durch sehr kleine Läsionen, die weniger als einen Millimeter sind, gezogen. Die Läsionensind so klein, dass keine Naht erforderlich ist. Das kosmetische Ergebnis ist hervorragend, und die daraus resultierenden Narben werden ein paar Monate nach der Operation fast nicht zu sehen sein. Mobilisation und und körperliche Bewegung ist nach der Operation zu empfehlen.

Anschliessend empfehlen wir das Tragen von Kompressionsstrümpfen für 3-6 Wochen.

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